• Dagmar Ziegler
    Dagmar Ziegler

    Mitglied des Bundestages

Nachrichten

Intensiv beschäftigte ich mich mit beiden Gesetzesvorlagen und habe beide Lösungsvorschläge abgewogen. Anfang des Jahres habe ich eine Entscheidung getroffen und unterstütze seitdem die doppelte Widerspruchsregelung in der Organspende.

Organe zu spenden ist eines der größten Geschenke, das man aus Solidarität und Nächstenliebe machen kann. Die Freiwilligkeit dieser Spende ist hierbei von zentraler Bedeutung und diese wird es auch zukünftig bleiben. Jederzeit kann widersprochen werden.

Das Recht von schwerstkranken Menschen wiegt für mich schwerer, als das Recht des gesunden Menschen sich mit der Organspende nicht auseinander zusetzen und keine Entscheidung zu treffen. Es erscheint zumutbar, dass eine Entscheidung von jedem Einzelnen getroffen wird, wenn dadurch Leben gerettet werden können.

Jede Bundesbürgerin und jeder Bundesbürger ist potenziell Organempfänger, nur wenige würden eine Organspende im Krankheitsfall ablehnen. Im Gegensatz dazu haben nur vierzig Prozent einen Organspendeausweis. Viele Gespräche und auch repräsentative Umfragen bestätigen, dass weitere vierzig Prozent die Bereitschaft in sich tragen Organe zu spenden. Die Widerspruchsregelung könnte hierbei zu einem kulturellen Wandel führen und die Gemeinschaft stärken. Sie fußt auf Solidarität, der Würde des Menschen und Mitgefühl unserer Gesellschaft.

Wir können damit viele Menschen vor dem Tod retten. Das würde mir zu Lebzeiten ein gutes Gefühl geben. Deshalb trage ich auch seit vielen Jahren stets meinen Organspendeausweis bei mir.