• Dagmar Ziegler
    Dagmar Ziegler

    Mitglied des Bundestages

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Heute Nachmittag wurde durch den Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier Dagmar Ziegler, Brandenburger SPD-Bundestagsabgeordnete und Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland für ihre langjährige politische Arbeit und ihre ehrenamtlichen Tätigkeiten auf kommunaler Ebene sowie im Land Brandenburg und im Bund verliehen.

Bundestagspräsident Dr. Wolfgang Schäuble überreichte die Auszeichnung mit lobenden Worten für mein Schaffen in Brandenburg und Berlin.

Seit 1990 engagiere ich mich für und in der SPD für den Osten Deutschlands. Zunächst auf kommunaler, dann auf Landes- und Bundesebene. Begonnen mit der Gründung der SPD in Lenzen, dann als dortige ehrenamtliche Bürgermeisterin, im Prignitzer Kreistag, im Brandenburger Landtag und der Landesregierung. Schließlich als Bundestagsabgeordnete für die Prignitz, Ostprignitz-Ruppin und das Havelland. Ich freue mich sehr über die Würdigung und Auszeichnung meiner langen ehrenamtlichen Arbeit für die Bürgerinnen und Bürger, die Region und für unsere Gemeinschaft.

Von 2000 bis 2004 durfte ich als Finanzministerin, von 2004 bis 2009 als Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Familie für Brandenburg tätig sein. Seit 2009 verlagerte sich meine Arbeit auf die Bundesebene und ich wurde Mitglied des Deutschen Bundestages, von 2009 bis 2013 war ich stellvertretende Fraktionsvorsitzende und von 2013 bis 2020 Parlamentarische Geschäftsführerin der SPD-Bundestagsfraktion. Im November 2020 sprach mir die Mehrheit des Bundestages ihr Vertrauen für die Vizepräsidentschaft des Deutschen Bundestages in der Nachfolge für den verstorbenen Thomas Oppermann aus.

Auch Vereine, Verbände und Stiftungen begleite ich seit vielen Jahren ehrenamtlich, so beispielsweise die Kuratorien der Peter-Leonhardt-Stiftung, der Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit und der Fürst-Donnersmark-Stiftung zu Berlin. Ebenso arbeite ich in den Vorständen der Otto-Benecke-Stiftung e.V. und der Deutschen Parlamentarischen Gesellschaft e.V. mit. Darüber hinaus bin ich Sprecherin des Seeheimer Kreises und der Elbe-Gruppe der SPD-Bundestagsfraktion. Lange Zeit war ich Mitglied und auch Vorsitzende des Kuratoriums der Elly-Heuss-Knapp-Stiftung, Deutsches Müttergenesungswerk und ebenso der Israel-Stiftung.  

Ehrenamtlich und politisch habe ich mich in vielen Bereichen für die Belange der Menschen, vor allem im Osten Deutschlands, engagiert. Mir ist besonders wichtig, dass wir uns alle weiter für die Stärkung der demokratischen Werte einsetzen und die Bürgerinnen und Bürger zur politischen Teilhabe auffordern. Gerade angesichts der derzeitigen Beschränkungen im öffentlichen und auch privaten Leben bedingt durch die Corona-Pandemie, müssen wir präsent sein. Denn viele Menschen in diesem Land leiden unter den gesundheitlichen Folgen des Virus, sind isoliert, weil soziale Kontakte fehlen oder sind in ihrer wirtschaftlichen Existenz bedroht, weil sie in Branchen beschäftigt sind, die zur coronabedingt nicht arbeiten dürfen. Da müssen wir vor Ort sein und die Menschen unterstützen.

Und ein besonders wichtiger Teil unseres Lebens liegt seit März dieses Jahres völlig brach, das ist die Kultur. Ob Musik, ob Tanz, ob Theater oder Kino. Ein kleiner Lichtblick ab Mai mit vielen Einschränkungen wieder öffnen zu können, und ab Herbst wieder der Rückschlag mit der gänzlichen Schließung der Kulturhäuser. Es tut weh, an den vielen geschlossenen Türen vorbeizugehen. Gerade jetzt in der Adventszeit. Das gilt auch für das Schaustellergewerbe, das seit dem vergangenen Weihnachten nicht mehr tätig sein darf. Wie viele andere vermisse ich die Lichter, die Düfte und Genüsse der vielen kleinen und großen Weihnachtsmärkte.

Nichtsdestotrotz sind diese Einschränkungen notwendig, um die pandemische Lage zu beherrschen, das Gesundheitssystem nicht zu überlasten und vor allem Menschleben zu bewahren.