• Dagmar Ziegler
    Dagmar Ziegler

    Mitglied des Bundestages

Nachrichten

Am 12. September 1989 veröffentlichten Martin Gutzeit, Markus Meckel, Arndt Noack und Manfred "Ibrahim" Böhme den Gründungsaufruf für die SDP.

„So kann es nicht weitergehen! Viele warten darauf, dass sich etwas ändert. Das aber reicht nicht aus! Wir wollen das Unsere tun.“ Mit diesen deutlichen Worten beginnt der Gründungsaufruf der Initiativgruppe "Sozialdemokratische Partei in der DDR".

Für die SED und ihre Blockparteien war der Gründungsaufruf eine Kampfansage. „Die notwendige Demokratisierung der DDR hat die grundsätzliche Bestreitung des Wahrheits- und Machtanspruchs der herrschenden Partei zur Voraussetzung“, schreiben die Initiatoren darin. Die Öffnungspolitik Michail Gorbatschows und die Umbrüche in Osteuropa, insbesondere in Polen und Ungarn, hatten ein Machtvakuum geschaffen, welches die SED nicht mehr füllen konnte.

Das erklärte Ziel der Initiativgruppe war „eine ökologisch orientierte soziale Demokratie“. Sie formulierten in dem Aufruf die Forderungen nach Rechtstaatlichkeit, Gewaltenteilung, dem Schutz der Bürgerrechte und der Umwelt, parlamentarischer Demokratie, Parteienpluralismus und sozialer Marktwirtschaft. „Viele dieser Grundsätze fanden später Eingang in die einzige demokratische Verfassung der DDR und in die Landesverfassung Brandenburgs. Deshalb bin ich stolz dieser sozialdemokratischen Partei anzugehören.“, sagt Dagmar Ziegler, die heute die SPD im Bundestag vertritt.