• Dagmar Ziegler
    Dagmar Ziegler

    Mitglied des Bundestages

Nachrichten

Als Vizepräsidentin durfte ich einen Vorschlag in den Kunstbeirat einbringen und habe mich für den Neuruppiner Künstler Jens Kanitz entschieden. Zwei seiner Arbeiten aus der Ruppin-Saga werden für die Kunstsammlung des deutschen Bundestages angekauft.

Ich freue mich für Jens Kanitz und bin stolz, dass ein Künstler aus meinem Wahlkreis nun in der renommierten Kunstsammlung vertreten ist.  So wandert buchstäblich ein Stück Ostprignitz- Ruppin nach Berlin.

Seit 1976 erwirbt der Deutsche Bundestag regelmäßig Kunstwerke, die den Abgeordneten für ihre Büros zur Verfügung gestellt werden. Dafür steht jährlich ein fester Ankaufsbetrag zur Verfügung. Das Augenmerk liegt nach wie vor auf zeitgenössischer Kunst und der Förderung lebender Künstler. Die Kunstsammlung des Deutschen Bundestages umfasst zurzeit circa 5.100 Werke.

Jens Kanitz ist 1969 in Neuruppin geboren und dort fernab der großen Kunstzentren als bildender Künstler und Kunsttherapeut tätig. Sein großes Thema ist die Umwandlung und Umgestaltung von vorgefundenem Material. Dies wird besonders deutlich anhand der beiden eingereichten Blätter „Gentzrode/Waldhabichtskraut“ und „Wittstocker Chaussee/kleinblättrige Linde“ der Ruppin-Saga. Diese "Herbarien" bestehen aus doppelseitigen Blättern mit 100 Jahre alten gepressten Pflanzen, Gräsern, Blüten, die der Künstler vor einiger Zeit auf einem Dachboden fand. Kanitz fügt Momente unserer Zeit mit Eisenchlorid, Sprühlack, Tusche, Wachs, eigene Fotos per aufwendigem Transferdruck hinzu und haucht den alten Blättern auf diese Weise neues Leben ein.

Wer dieses Konvolut einst akribisch hergestellt hatte, ist bis auf den Nachnahmen Dittmann, der auf den Blättern verzeichnet ist, unbekannt.

Es sind noch längst nicht alle Blätter verbraucht, Jens Kanitz arbeitet neben vielen anderen Projekten weiter daran. Beim Atelierbesuch durfte ich sowohl die unbearbeiteten Blätter als auch die fertigen Arbeiten bewundern.